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 Der Klassiker: Georg (Ulrich Tukur) verpasst seiner Ehe mit Doris (Martina Gedeck) den Todesstoß, als er eine Affäre mit seiner Doktorandin Laura (Lucie Heinze) beginnt. Bis dahin galten Doris und Georg als Abziehbild eines glücklichen Paars der Hamburger Mittelschicht. Nun stehen sie - nach mehr als einem Vierteljahrhundert Ehe - mit zwei Kindern, Haus und Hund vor dem Scherbenhaufen ihrer Beziehung. Aber man will ja nicht nur toben, man will auch etwas verstehen. So spricht die Vernunft. Also entschließen sich die beiden - ganz zivilisiert - zu einer Trennungstherapie. Rosenkrieg light? Weit gefehlt! Denn schon bald übernimmt in diesem Minenfeld von Verletzlichkeiten das Herz die Regie...

Doch „Und wer nimmt den Hund?“ funktioniert auch über eine andere Ebene – und erst durch die gewinnt der Film an Herz und Seele, denn so gut die Gags und so gewitzt die Dialoge auch sein mögen, so tragisch ist ja letztlich der Umstand, dass hier gerade ein 26 Jahre lang (vermeintlich) glücklich verheiratetes Paar vor den Scherben seiner Ehe steht. Diese Tatsache walzt Autor Martin Rauhaus mit genauso viel Beharrlichkeit aus wie das komische Drumherum. So tut es richtig weh, Martina Gedeck wie einen Schlosshund weinend in ihrem Schlafzimmer zu beobachten und Ulrich Tukur dabei zu sehen, wie dieser sich einredet, glücklich zu sein, obwohl er es eigentlich gar nicht ist. Beide Darsteller spielen hier so gut auf wie lange nicht mehr. Ihre Chemie, auch im Zusammenspiel mit Nebendarstellern wie Marcel Hansema („Das letzte Opfer“), Peter Jordan („Wackersdorf“) und Angelika Thomas („Up! Up! To the Sky“) ist hervorragend. So ist „Und wer nimmt den Hund?“ ein weiterer Beweis dafür, dass deutsche Filmemacher auch richtig komisch sein können.

Mühlgasse 10
86637 Wertingen

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Programm: 08272-992866

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